Endlich Sommer. Von neuen Anfängen und dem Warten

Endlich warmes Wetter. Endlich abends draußen sitzen. Endlich kurze Kleidung. Endlich lange hell.

Die Freiheit, die der Sommer Jahr für Jahr mit sich bringt, hat in diesem Jahr noch einmal eine andere Qualität. Nach dem späten Winter, dem außergewöhnlich langen, kalten Frühjahr und der Zeit sozialer Distanzierung, die viele Menschen zusätzlich belastet hat, wirkt die warme Sonne und der klare Himmel für mich wie eine Belohnung für unser Durchhaltevermögen.

 

Das Frühjahr hat insgesamt recht viel Regen mit sich gebracht und der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für den Oberboden (die obersten 25 cm) nur noch in wenigen Teilen Deutschlands ungewöhnliche Trockenheit (Abbildung 1; je dunkler, desto trockener: ungewöhnlich trocken - moderate Dürre - schwere Dürre - extreme Dürre - außergewöhnliche Dürre). Ein Blick auf den Dürremonitor für den Gesamtboden (Abbildung 2) verrät aber, dass der Boden vor allem im Osten Deutschlands, aber auch bei uns, in den ersten 180 cm weiterhin viel zu trocken ist. Wieviel Wasser letztendlich für die Pflanzen verfügbar ist, hängt aber nicht nur vom Niederschlag, sondern auch von der Bodenbeschaffenheit ab. Auch darin sind die regional sehr starken Unterschiede also begründet. Damit die Pflanzen keinen Trockenstress erleiden und einen guten Ertrag ausbilden können und damit die Bodenwasservorräte wieder aufgefüllt werden, brauchen wir also auch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder auch andauernden Regen. Vielleicht können wir uns ja auf Regen von Mitternacht bis 6 Uhr morgens und moderaten Temperaturen tagsüber einigen - dann haben wir zusätzlich auch noch die Möglichkeit, laue Sommerabende im Garten oder auf dem Balkon zu genießen.

 

Neben dem ganz normalen Frühsommeralltag, der geprägt von ersten Vorbereitungen auf die Ernte - Lager reinigen, Maschinen warten - ist, erwartet uns in den nächsten Tagen aber auch gleich noch eine schöne Veränderung:

Wir bekommen zwei Mutterkühe mit Kalb. Rotes Höhenvieh von unserem Kollegen Peter Pilz aus Niedenstein, über den der HR vor einer Weile auch einen tollen Beitrag gemacht hat. Bald können wir euch mehr zum warum erzählen. Und dann wird es natürlich auch Fotos geben!

 

Aber bis dahin heißt es Warten: Warten auf die Ankunft der Kühe und diesen kleinen "Neuanfang", auf einen schönen Landregen und auf das Reifen der Ernte.